Taufe

Die Taufe in der Evangelischen Kirche

1. Voraussetzungen ...

Zur Taufe gibt es nur wenige Vorbedingungen. Nachdem Jesus selbst die Kinder zu sich gerufen und gesegnet hat (Mk. 10 13-16) , taufen auch wir heute - als christliche Gemeinde - Kinder in jedem Alter.
Entscheidend ist dabei der Wunsch und der Wille der Eltern und der Paten bzw. Patin.
Oft stellt sich die Frage nach der Kirchenzugehörigkeit:
Natürlich sollten die Eltern einer christlichen Kirche angehören. Denn Taufe eines Kindes als Aufnahme in die christliche Gemeinde bedarf einer Fortführung im Alltag, die ja gerade zur Kirche hinführen und von den Eltern geleistet werden soll. Allerdings besteht bei uns die Möglichkeit, im Einzelfall, auf Votum des Pfarrers hin und nach Beschluss des Kirchenvorstandes auch Kinder zu taufen, deren beide Elternteile ausgetreten sind. Bei Paten allerdings gibt es diese Regelung nicht. Paten müssen, da sie ja für dieses Ehrenamt ausgewählt werden und auch ein Versprechen abgeben, Mitglied einer christlichen Kirche sein. Es können ein oder mehrere sein. Sinnvoll und wünschenswert ist es, wenn eine/r davon evangelisch ist.

2.    Die Vorbereitung ...

Sie melden sich bei Ihrem zuständigen Pfarramt bzw. Pfarrer und vereinbaren einen Termin für ein Taufgespräch. Dabei klären sie schon in Frage kommende Termine für die gewünschte Taufe. Oftmals wird von den Eltern und Angehörigen eine Einzeltaufe gewünscht.

In der Regel sind die Zeiten dafür Samstag Nachmittag zwischen 10.00 und 15.00 Uhr, in den Familiengottesdiensten (nach Rücksprache) und am Sonntag. Gerne taufen wir auch Kinder in den Hauptgottesdiensten am Sonntag um 10.00 Uhr

3.    Das Taufgespräch ...

Im Taufgespräch geht es vor allem darum, einander persönlich kennenzulernen und gegenseitige Vorstellungen, Erwartungen und Wünsche abzuklären. Dabei kommen die unterschiedlichen Aspekte der Taufe zur Sprache:

  • Die Taufe bedeutet die Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen und in die Kirche, die Jesus Christus als ihren Herrn bekennt.
  • In der Taufe geben Eltern und Paten (oder der Täufling selbst) eine Antwort auf die Zusage Gottes, die schon durch die Geburt eines Menschen über dessen Leben steht.
  • Die Taufe symbolisiert durch das Wasser ein Abwaschen der Sünde, die über allen Menschen liegt. Taufe meint also "von neuem geboren werden."
  • Die Taufe ist (neben dem Abendmahl) das zweite Sakrament in der evangelischen Kirche. Sie wird von fast allen christlichen Kirchen anerkannt und ist nicht wiederholbar.
  • Die Taufe erinnert daran, dass Jesus Christus als der Auferstandene das "Licht der Welt" ist und auch dem Täufling Licht und Leben vermittelt.
  • Die Taufe ist die Voraussetzung, um konfirmiert zu werden. Die Konfirmation stellt die Bestätigung und Bekräftigung des Taufversprechens dar.

4.    Was ist zu klären?

  • Die Gestaltung eines Taufgottesdienstes erfolgt individuell. Dabei gilt es, feste Rituale und Symbole mit den jeweiligen persönlich gewünschten Elementen in Einklang zu bringen:
  • Wählen Sie einen Taufspruch. Sie können selbst in der Bibel lesen oder die unten aufgeführte Auswahl zur Hilfe nehmen
  • Suchen Sie nach Liedern, die für Sie die Freude und die Festlichkeit des Tages aufgreifen. Eine kleine Auswahl soll Ihnen dabei helfen.
  • Möchten die Paten/innen mit wirken? Gerne können Sie (selbst verfasste) Fürbitten lesen oder auch persönliche Wünsche mitteilen
  • Eine Taufkerze ist freiwillig, wird allerdings nahezu immer mitgebracht (oft durch Paten). Ob sie nun fertig gestaltet ist oder sie sich selbst Motive ausdenken, liegt ganz bei Ihnen.
  • Paten/ innen, die nicht in unserem Gemeindegebiet wohnen, benötigen eine Patenbescheinigung. Diese erhält man (per Mail oder telefonisch) problemlos bei jedem Pfarramt am Wohnsitz.
  • Haben Sie ein Familienbuch und möchten die Taufe eingetragen haben, so bringen Sie dies bitte bis zur Taufe mit.