Kirchenumbau und Neugestaltung des Friedensplatzes

Liebe Gemeinde,

hier erfahren Sie den aktuellen Stand unserer Umbau- und Sanierungsmaßnahmen.
Gerne können Sie uns ansprechen (Tel 08677-4565)

Ihr Kirchenvorstand

_________________________________________________________________________________

Kanzeltransport
Bildrechte: eigene

1. Juli 2019

Mittlerweile ist die Kirche 'entkernt'. Der Altar wurde aufwändig und sorgfältig abgebaut, ebenso wie die Kanzel. Nachdem beide liturgisch bedeutsamen Objekte nicht einfach zerstört und entsorgt werden sollen, kommen sie nun - wie auch schon die Kirchenbänke - nach Rumänien. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die professionelle und sehr angenehme Kooperation mit Herr Said von der Rumänienhilfe.

Auch die Fa. Grundner (Burghausen) und andere arbeiten konzentriert und fachlich versiert. So ist nun auch die Empore abgetragen, die Altarstufen stehen als nächstes an.

Seit einer Woche entstehen nun auch die vom Friedensplatz her verlegten Parkplätze auf der Nordseite des Pfarrhauses. Die Fa. Westasphalt aus Wels (Österreich) kommt gut und zügig voran. Das zwar heiße, aber für den Baufortschritt hilfreiche Sommerwetter tut seinen Teil dazu. Mittlerweile ist nun auch das lange diskutierte Thema mit der Zufahrtsschranke geklärt. Es wird eine Einfahrtsmöglichkeit per Chip(Karte) an der Bediensäule geben. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit zum Betrieb einer Gegensprechanlage.

Einmal wöchentlich am Dienstag gibt es einen JourFix mit den beteiligten Archtiekten und Firmen. Eine hilfreiche Einrichtung ...

_________________________________________________________________________________

Am 17. Juni beginnen nun die Arbeiten. 

JUNI 2019

Außen wird zunächst der Parkplatz am Pfarrhaus erweitert und der Plattenbelag vor dem Gemeindehaus abgetragen.
Innen werden die Abbrucharbeiten der Empore und die Holzteile des Bodenbelags beginnen.
Die Kirche hat ohne Bänke eine völlig neue Akustik erhalten. Wir sind gespannt, ob dies so bleibt

__________________________________________________________________________________

Liebe Gemeinde,

immer öfter wurden wir gefragt, wann ‚es denn nun los ginge‘?

Arbeiten, Schaufel, Erde, Baustelle, Arbeiter, BauÜber viele Monate haben wir uns in unterschiedlichen Gruppen und Kreisen Gedanken gemacht, Ideen aufgenommen und auch wieder verworfen. Es gab eine Vielzahl von Anforderungen aufzunehmen, die ein (Um-)Bau im Bestand mit sich bringt.

Was wird nun in den nächsten Monaten geschehen?

Im Vordergrund unserer Überlegungen stand immer die Gestaltung eines offenen und einladenden Kirchenraumes, der ein hohes Maß an Gemeinschaft spürbar werden lässt. Transparenz durch großzügige Flächen, die ein Stück Weite vermitteln, Klarheit der Formen und Strukturen durch konsequente Reduktion auf zentrale – vor allem liturgische – Orte.

Im Blickpunkt werden der Altar, der Ambo (der auch die Funktion der Kanzel hat) und der Taufort mit dem kleinen Wasserbecken stehen.

Gemeinde versammelt sich um Wort und Sakrament – dieser zutiefst protestantische Grundgedanke kommt hier sinnenfällig zum Tragen. Und auch wenn es so manches ‚Gegenüber‘ in den Gottesdienst weiterhin geben wird, ist damit doch keine Hierarchie verbunden, sondern der Ausdruck besonderer Aufgaben innerhalb des – wie es evangelisch heißt – Priestertums aller Getauften und Glaubenden.

Freilich wissen wir um so manches, das erst erfahren und erprobt werden will. Wie wird es uns, Ihnen als Gemeindeglieder und den am Gottesdienst Beteiligten, damit gehen, dass nun alles auf Augenhöhe, sprich auf einer Ebene stattfinden wird: Wie wird es um die Sichtbarkeit stehen und um die Verständlichkeit (auch mit einer neuen Lautsprecheranlage)? Welche Eindrücke und Gefühle kommen zum Tragen, wenn man nun doch mehr in der Mitte sitzen wird, was ja auch beabsichtigt ist? Wie wird nun die Abendmahlsfeier erlebt, wenn sehr viel mehr in einer wirklichen Runde geschieht, wenn man sich sieht und ansieht?

Auf vieles sind wir freudig gespannt mit aller kritisch – konstruktiven Offenheit, die ein derart neues Konzept mit sich bringt.

Wir wünschen es uns auch künftig von Ihnen, Rückmeldungen und Eindrücke, die zum Weiterdenken anregen.

Mitte Mai haben die Ausschreibungen und Angebotseröffnungen stattgefunden, Firmen (die wir zum Zeitpunkt der Drucklegung nur wenig kennen) werden ihre Arbeiten aufnehmen.

 

 

Sicher ist nun, dass wir einen in etwas anthrazitfarbenen Steinboden verbauen, darauf Kurzbänke (für je ca. vier Personen – also 16 pro Reihe) in Eschenholz. Die Beleuchtung wird mit eher breit strahlenden dimmbaren LED – Leuchten von der Decke ausgeführt. In der Diskussion sind weitere Effektbeleuchtungen, wie etwa im Deckenkranz oder dezent an manchen Übergängen vom Boden zur Wand.

Noch offen wird bis zuletzt die Frage sein, ob die Nordfenster bodentief heruntergezogen werden, und dann gegebenenfalls mit Kunstglas. Da wir (Ende April) noch eine Finanzierungslücke von gut
€ 50.000.- haben, werden die konkreten Ausschreibungsergebnisse ausschlaggebend sein.

Für das Dach haben wir uns wiederum für schiefergraue Faserzementplatten entschieden bzw. entscheiden müssen. Eine vollverkupferte Fläche hätte weitere gut € 40.000.- Aufpreis gekostet, auch mit Folgekosten für Wasserabscheider verbunden.

Zudem galt es immer wieder Herausforderungen im Bestand zu begegnen: Brandschutzauflagen zum Keller mit Heizung und zum Sakristeibereich, Tragwerksplanung zwischen altem Bodenbestand und Altarbereich, Ergänzung der bestehenden Tuffwand zum Boden hin, Sicherheitsverglasung an allen Fenstern und weiteres.

Ab Mitte Juni sind nun die Arbeiten im Gang. Ob das Ziel, bis Jahresende fertig zu sein, erreicht wird, ist freilich noch offen.

Während der Umbauphase werden die Gottesdienste – und sehr wahrscheinliche auch die Mehrzahl der Taufen im Gemeindehaus stattfinden. Bei Trauungen bekommen wir dankenswerterweise Unterstützung aus den katholischen Nachbargemeinden.

Wir hoffen, dass wir bereits im nächsten Gemeindebrief noch mehr Details zu den laufenden Arbeiten veröffentlichen können.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen oder Anregungen zur Verfügung. Mit besten Grüßen

Ihr Pfr. Diethard Buchstädt                                               Grafik: Pixabay